Im Nordosten der USA liegen die sechs amerikanischen Bundesstaaten, die man Neuengland nennt. Hübsche, kleine Häuser, die liebevoll bis ins Detail gestaltet wurden, Gärten mit ganz eigenwilligem Charme, pittoreske Läden, originell dekorierte Restaurants, einladend voll gestellte Antiquitätenläden, die malerische Küste und das grüne Hinterland laden zum Verweilen ein. Das Markenzeichen der Neuengland-Staaten ist der Indian Summer.
Besondere Sehenswürdigkeiten sind z. B. Boston, Cape Cod, der Acadia National Park, die White Mountains und die Green Mountains.
Connecticut ist der südlichste der Neuenglandstaaten und hat als drittkleinster Bundesstaat der USA dennoch viel zu bieten. Für Wanderer sind die Litchfield Hills, das höchste Mittelgebirge des Staates im Nordwesten Connecticuts, ein fabelhaftes Ausflugsziel. Der „Appalachian Trail“, ein 3.450 km langer Fernwanderweg, der über die höchsten Gipfel mehrerer Bundesstaaten von Georgia im Süden bis nach Maine im Norden führt, präsentiert traumhafte Aussichten auf die hügelige Landschaft. Die Hafenstadt New Haven ist vor allem bekannt durch ihre berühmte Universität Yale. Auf dem Campus können Sie an einer informativen Führung teilnehmen oder eines der interessanten Museen besuchen. Auch einen Ausflug in die Hauptstadt Hartford sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Dort sollten Sie an einer geführten Tour durch das Mark Twain House teilnehmen. Hier lebte und arbeitete der Schöpfer der Romanhelden Huckleberry Finn und Tom Sawyer.
Maine ist etwa so groß wie die übrigen Neuenglandstaaten zusammen, also der größte dieser Staatengruppe. Der Bundesstaat ist zu 80% bewaldete und trägt aus dem Grund den Beinamen „Pine Tree State“. In Maine befindet sich der einzige Nationalpark der Neuenglandstaaten, der Acadia-National Park. Sein größter Teil befindet sich auf Mount Desert Island. Er gehört zu den zehn meistbesuchten Nationalparks der USA und ist bekannt für seine rauen Felsküsten und eine bergige und seenreiche Landschaft. Er bietet seinen Besuchern rund 200 km Wanderwege und 100 km Kutsch- und Radwege, auf denen Sie die Gegend erkunden und die wunderschöne Landschaft genießen können. Maine ist außerdem populär durch seinen Hummer, den Maine Lobster. Jedes Jahr strömen zahlreiche Besucher nach Rockland an der Penobscot Bay zum Maine Lobster.
Massachusetts zeigt von allen Neuenglandstaaten die größte landschaftliche Vielfalt. Sie reicht von weiten Sandstränden über einladende Inseln bis hin zu den herrlichen Berglandschaften der Berkshires, die Massachusetts auch seinen Namen gaben. Ursprünglich hieß die Region „mass adchu ut“. Diese Bezeichnung kommt aus der Indianersprache und bedeutet so viel wie „bei den großen Hügeln“. Der Bundesstaat wird aber auch „The Bay State“ genannt, denn er besitzt über 900 Küstenkilometer mit zahlreichen Buchten. Die größte Stadt Neuenglands und Hauptstadt Massachusetts’ ist Boston. Sie ist eine der ältesten Städte der USA mit vielen historischen Schauplätzen. In Cambridge finden Sie die älteste Universität der Vereinigten Staaten, die Elite-Universität Harvard. Auf dem Campus können Sie verschiedene Museen besuchen, wie z. B. das Busch-Reisinger Museum, das einzige Museum der USA, das sich mit der Kunst Zentral- und Nordeuropas beschäftigt.
Ein idealer Ort für den Familienurlaub ist Cape Cod. Für einen Badeurlaub mit kleinen Kindern sollten Sie die Buchtseite der Halbinsel wählen, denn hier ist die See wesentlich ruhiger als auf der Ozeanseite. Cape Cod hat aber noch mehr Aktivitäten zu bieten als Sandburgen zu bauen und entspannt am Strand zu liegen. Fahren Sie von Provincetown aus auf eine Walbeobachtungstour oder besuchen Sie eines der interessanten Museen der Halbinsel.
Eine Besonderheit New Hampshires sind die „White Mountains“, ein Teilgebirge der Appalachen. Dazu gehört auch der bekannte Mount Washington, der zu den kältesten Regionen der Welt gehört. Die White Mountains sind vor allem bei Wintersportlern sehr beliebt. Wassersportler können in der traumhaften Seenregion, die etwa in der Mitte des Bundesstaates liegt, sowie an den Stränden der Küstenregion ihren Hobbys nachgehen. Ein wunderschöner Urlaub für die ganze Familie kann hier Wirklichkeit werden. Die beste Reisezeit im Sommer liegt zwischen Mai und September. Die Skisaison beginnt Mitte Dezember und endet Anfang April.
Rhode Island, der kleinste Bundesstaat der USA, trägt den Beinamen „The Ocean State“. Wer Wassersport betreiben möchte, ist hier bestens aufgehoben. Rhode Island bietet eine Vielzahl von Aktivitäten auf dem Wasser, wie Schwimmen, Angeln, Segeln, Kanu oder Kajak fahren. In dem kleinen Bundesstaat erfreut sich aber auch der Golfsport großer Beliebtheit. Viele Golfanlagen bieten eine wundervolle Aussicht auf das Meer und auf die faszinierende Landschaft Rhode Islands.
Eine interessante Stadt in Rhode Island ist Newport. Hier steht die älteste Synagoge der USA, die Touro Synagoge. Außerdem findet hier das Newport Folk Festival und das Newport Jazz Festival statt, wofür die Stadt bekannt ist.
Vermont ist der einzige der Neuenglandstaaten, der nicht an das Meer grenzt. Er ist bekannt für seine idyllischen Berglandschaften. Die beliebtesten Erholungsgebiete sind der Lake Champlain, sowie die bezaubernden Green Mountains im Süden des Staates, denen Vermont seinen Beinamen „Green Mountain State“ verdankt. Hier liegt auch die Hauptstadt Montepelier. Dort steht das „Vermot State Capitol“ dass mit seiner goldenen Kuppel und in einer herrlichen Umgebung bei vielen Touristen als das schönste Regierungsgebäude der USA gilt. Die Herbstmonate sind in Vermont sehr beliebt, da die Rotfärbung der Blätter während des Indian Summer hier besonders eindrucksvoll ist