Geschichte, Gegenwart und Kultur der First Nations an einem Ort: Das First Americans Museum in Oklahoma City öffnet den Blick auf die Vielfalt indigener Stimmen Oklahomas – modern erzählt, sinnlich erfahrbar und tief im heutigen Stadtleben verankert.
Eintauchen in die Kultur der First Nations
Das 2021 eröffnete First Americans Museum in Oklahoma City würdigt die Geschichte, Kultur und Gegenwart der 39 anerkannten First Nations des Bundesstaates. In dem spektakulären Rundbau mit Aussicht auf die Skyline von Oklahoma City erwarten Sie offene Innenhöfe, weitläufige Ausstellungsbereiche und interaktive Stationen, die Geschichte und Tradition lebendig machen. Hier erfahren Sie, wie Zwangsumsiedlungen wie der „Trail of Tears“ das Leben der Stämme geprägt haben und wie ihre Kultur heute Stadtleben, Kunsthandwerk und Festivals bereichert. Sie werden vom Eingang bis zu den Mitmach-Exponaten direkt in Geschichten, Rituale und kreative Ausdrucksformen eingebunden – sei es durch interaktive digitale Stationen, Kunstworkshops oder dialogische Führungen. Ein Besuch ist perfekt für alle, die Oklahoma nicht nur sehen, sondern verstehen wollen. Für kulinarische Erlebnisse sorgt das Restaurant Thirty Nine mit moderner Native-American-Küche.
Mitmachen, zuhören, schmecken
Im First Americans Museum erleben Sie Kultur sehr greifbar. In den Ausstellungen hören Sie Originalaufnahmen indigener Musikerinnen und Musiker – von traditionellen Trommelgesängen bis zu zeitgenössischem Hip-Hop und Songwriting aus Oklahoma. Interaktive Karten zeigen konkrete Lebensräume: Prärien, Wälder und Flusslandschaften, in denen die einzelnen First Nations lebten und leben, ergänzt durch persönliche Geschichten zu Jagd, Landwirtschaft und Alltagsleben. Bei geführten Rundgängen erklären Guides anschaulich, wie Umsiedlungen abliefen, warum bestimmte Routen gewählt wurden und wie sich diese Brüche bis heute auf Familien, Sprache und Identität auswirken. Regelmäßig finden Vorführungen statt – etwa Tanzdarbietungen, Erzählabende oder Gespräche mit Kunstschaffenden, die Schmuck, Textilien oder zeitgenössische Kunst präsentieren. Zum Abschluss lädt das Restaurant Thirty Nine ein: Auf den Tellern treffen Zutaten wie Mais, Bohnen, Wild oder Beeren auf moderne Zubereitung – ein kulinarischer Zugang zur Kultur, der neugierig macht und lange im Gedächtnis bleibt.
Lebendige Tradition mitten in der Stadt
In Oklahoma City gehören die Kulturen der First Nations zum sichtbaren Stadtbild. Mehr als 30 Stämme unterhalten hier ihre administrativen Zentren, viele Angehörige leben und arbeiten in der Stadt. Besonders intensiv lässt sich diese Präsenz beim Red Earth Festival erleben: Das mehrtägige Kulturereignis, das in der Regel im Juni stattfindet, verwandelt Downtown in einen Treffpunkt für Tanzgruppen, Musikschaffende und Kunsthandwerkende aus ganz Oklahoma und darüber hinaus. Zwischen Trommelkreisen, Gesang und Gesprächen begegnen Sie kunstvoll gearbeiteten Regalien – aufwendig bestickten Tanzgewändern mit Federn, Perlen und Leder –, dazu Perlenarbeiten, Skulpturen und zeitgenössische indigene Kunst.
Powwows und Tänze
Tanz spielt bei diesen Zusammenkünften eine zentrale Rolle. Powwows sind keine Bühnenfolklore, sondern soziale und kulturelle Versammlungen: Familien treffen sich, Wissen wird weitergegeben, Gemeinschaft gestärkt. Die Tänze folgen festen Formen, Rhythmen und Bedeutungen, einige haben spirituelle Wurzeln, andere betonen Identität, Zugehörigkeit oder generationenübergreifendes Lernen. Viele Powwows sind bewusst öffentlich zugänglich, etwa das Red Earth FallFest Powwow im Herbst, bei dem Kinder, Jugendliche und erfahrene Tänzerinnen und Tänzer in Wettbewerben auftreten. Spirituelle Dimension, Gemeinschaftserlebnis und festliche Offenheit bestehen hier nebeneinander.
Das First Americans Museum bündelt diese Vielfalt, ohne sie zu vereinheitlichen. Es fungiert nicht als politisches Dach der Stämme, aber als kultureller Knotenpunkt: ein Ort der Vermittlung, des Austauschs und der Sichtbarkeit. Ausstellungen, Veranstaltungen und künstlerische Programme verbinden historische Erfahrungen mit heutigen Stimmen und zeigen, wie sehr die First Nations das kulturelle Selbstverständnis Oklahoma Citys prägen – nicht als abgeschlossene Geschichte, sondern als lebendige Gegenwart im urbanen Alltag.
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